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Notfall oder kein Notfall – das ist hier die Frage

Als diensthabender Neurochirurg ist man in unserer Klinik auch für die Patienten zuständig, die sich mit Rückenschmerzen in der Notaufnahme vorstellen. Oft sind die Patienten stark schmerzgeplagt oder wegen akuter Beschwerden beunruhigt. Manchmal sind es auch neurologische Symptome wie Taubheitsgefühle an den Beinen, Kribbeln oder gar eine Lähmung, die die Patienten in die Notaufnahme führen. Für den Arzt geht es in diesen Situationen darum, die Schmerzen zu lindern und in der Untersuchung festzustellen, ob ein dringlicher Behandlungsbedarf vorliegt. Damit ist gemeint, dass ein Patient ggf. eine sofortige Diagnostik und Therapie braucht, um einen bleibenden Schaden abzuwenden. Im heutigen Blogbeitrag soll es darum gehen, warum es manchmal schwierig sein kann, die „Spreu vom Weizen“ zu trennen.

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Frühlingserwachen

Senior woman in her garden harvesting tomatoes

Elisabeth W. freute sich auf den Frühling. Seit einigen Tagen waren die Tulpen erblüht und wie in jedem Jahr machte sie sich daran, den Garten herzurichten und die Terrassenmöbel aus dem Winterquartier zu holen. Bis vor drei Jahren war diese Aufgabe ihrem Mann zugefallen, der aber plötzlich verstarb. So war Frau W. mit ihren 78 Lebensjahren nun auf sich allein gestellt.

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Das Cauda-equina-Syndrom – ein Bandscheiben-Notfall

Rettungsdienst

Es ist gegen 20.00h Herr R. wird mit dem Rettungswagen aus einem benachbarten Krankenhaus zu uns verlegt. Der 48-jährige Patient hat seit 24 Stunden die Kontrolle über seine Füße verloren. Er kann seitdem nicht mehr selbstständig laufen. Gleichzeitig könne er das „Wasser nicht mehr halten“. Damit handelt es um einen sogenannten spinalen Notfall, dessen Ursache dringlich behoben werden muss. Weiterlesen

Karfreitag

Monitoring of the patient's heart on the background of doctors standing at the bedside

In der Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen geht es in der Regel darum, Schmerzen zu lindern, Lähmungen oder Gefühlsstörungen zu behandeln, manchmal auch um Vermeidung oder Besserung von Querschnittsyndromen. Leider gibt es aber auch in der Wirbelsäulenchirurgie Krankheitsverläufe, die trotz aller Bemühungen mit dem Tod des Patienten enden. Am heutigen Karfreitag möchte ich von einem Patienten erzählen, der durch eine eigentlich banale Infektion schwer erkrankte und in unserer Klinik letztlich verstarb.

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Gesunder Rücken leicht gemacht

Seniorensport„Was kann ich für meinen Rücken tun?“ „Wie und wieviel soll man tragen?“ „Welche Sportart ist gesund für den Rücken und wie viel davon?“ „Soll man aufrecht sitzen oder gar nicht sitzen?“ „Ist Nordic walking schlecht für die Bandscheiben?“ „Ist mein Rücken von der schweren Arbeit kaputt?“

Solche oder ähnliche Fragen werden uns täglich von Patienten gestellt. Viele verschiedene Meinungen gibt es darüber, wie man mit seiner Wirbelsäule richtig umgeht, damit man keine Rückenschmerzen bekommt. Manche selbsternannte Experten und Therapeuten gehen dabei soweit, die „Schuld“ an der Erkrankung immer in einem Fehlverhalten des Patienten zu suchen. Unzählige Ratgeber sind zu diesem Thema veröffentlicht worden, nicht selten widersprechen sich die Empfehlungen und geben deshalb oft keine befriedigende Antwort.

Leider gibt es viele falsche Vorstellungen und Missverständnisse im Bezug auf eine gesunde Wirbelsäule. Daher möchten wir mit diesem Blogbeitrag etwas Klarheit schaffen und unsere Empfehlungen erläutern.

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Der unerwartete Wirbelsäulenbefund

Fat man sitting on bench with his back and looking away

Herbert C. konnte schon seit langer Zeit nicht mehr gut gehen. Er ist stark übergewichtig und war meist nach ca. 100 Metern Gehstecke schon so kurzatmig, dass er sich dann bereits für einige Minuten ausruhen musste. Sein Hausarzt hatte durch ein Belastungs-EKG eine Herzschwäche diagnostiziert und eine kardiologische Abklärung durch Herzkatheteruntersuchung empfohlen. Herbert C. wollte aber nicht zum Kardiologen gehen, da er sich vor der Untersuchung fürchtet. Die Geschichte sollte aber in eine ganz andere Richtung weitergehen…..

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Frohe Weihnachten

Liebe Leserinnen, lieber Leser,

die Adventszeit hat begonnen und Weihnachten steht mal wieder schneller als erwartet vor der Tür. Dies ist die Zeit der Jahresrückblicke, in denen man das vergangene Jahr Revue passieren lassen kann.
Wir haben unseren Wirbelsäulenblog im Oktober 2014 das erste Mal online gestellt. Auch für uns war es interessant, Krankengeschichten nochmal unter einem anderen Gesichtspunkt aufzuarbeiten. Viele positive Rückmeldungen haben uns darin bestätigt, das Projekt weiterzuführen. Wir gehen auch gerne auf Wünsche und Anregungen zu speziellen Themenbereichen der Wirbelsäule ein.

Unser Dezember-Blog soll diesmal mal keine Geschichte erzählen, davon hören wir in der Weihnachtszeit schon genug, sondern sich mit der Frage befassen, ob tatsächlich zu häufig an der Wirbelsäule in Deutschland operiert wird.
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Ein steiniger Weg zur Diagnose

Herr M. (68 J.) betritt den Untersuchungsraum. Er geht an Gehstützen und setzt mühsam ein Bein vor das andere. Sein erster Satz ist geprägt von einer langen Krankengeschichte. „Keiner hat bisher die Ursache meiner Gehstörungen gefunden. Ich glaube inzwischen schon daran, dass ich mir alles einbilde. Meinen Angehörigen und Freunden kann ich nicht erklären woran ich leide. Das ist mein größtes Unglück“.

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Häufiges ist häufig und Seltenes ist selten!

Dieser in der Medizin gern zitierte Leitsatz wird Studenten und Assistenzärzten immer dann vorgehalten, wenn es darum geht, bei der Diagnostik zunächst an die wahrscheinlichste Erkrankung als Ursache der Symptome des Patienten zu denken. Allzu gern wird nämlich von den jungen Kolleginnen und Kollegen eine seltene und daher „spannende“ Ursache vermutet, wo meist eine banale Diagnose vorliegt. Diese Erkenntnis hilft bei der Behandlung von Patienten, da sie umständliche und zeitraubende diagnostische Test vermeidet, wo zügige Hilfe angebracht ist. Es kann es aber auch passieren, dass genau deshalb eine seltene Erkrankung übersehen wird, manchmal mit schlimmen Folgen für die Patienten. So auch im Fall von Andrej M., der mit den typischen Symptomen eines Bandscheibenvorfalls zu uns in die Notaufnahme kam.

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Ende gut – alles gut?

Zuerst hat Renate M. nur Nackenschmerzen bemerkt. Besonders abends nach der Arbeit in der Verwaltung des Naturkundemuseums fühlt sich der Nacken ganz steif an, dann kommt es auch zu Kopfschmerzen und manchmal kann sie nur mit einer warmen Nackenrolle und einer Schmerztablette einschlafen. Erst als die Schmerzen eines Tages in den linken Arm ausstrahlen, macht sich die Patientin Sorgen und sucht ihren Hausarzt auf.

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