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Der Karnevalsprinz

konfettiVor etwa einem Jahr polterte es an meiner Tür in unserer Ambulanz. Ich befürchtete, dass ein Patient auf dem Flur lang hingeschlagen ist und sah schnell nach. Vor der Tür stand ein riesiger Mann mit einem fußball-großen Kopf und kleinen punktförmigen Augen. Er schien keinen Hals zu haben, der Kopf ging direkt in einen mächtigen Brustkorb über, an seinen Armen baumelten gewaltige Pranken. „Da sind sie ja!“, rief er, „sie müssen mir helfen.“ Etwas verwirrt bat ich ihn in das Untersuchungszimmer.

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Operation – bloß nicht !?

blossnicht

Immer wieder kommen Patienten in unserer Praxis, die große Angst vor einer Operation an der Wirbelsäule haben. Oft sind diese Ängste eher unspezifisch. Die Patienten berichten davon, dass ihnen Angehörige oder Hausärzte von einer Operation abgeraten hätten. Man solle sich erst operieren lassen, wenn es „gar nicht mehr geht“ oder wenn Lähmungen aufgetreten sind. Außerdem würde man ja immer wieder lesen, dass zu viel operiert wird und viele Operationen an der Wirbelsäule gar nicht nötig seien. Fragt man diese Patienten, wovor sie konkret Angst haben, dann nennen sie häufig die Sorge um eine Querschnittslähmung oder fortbestehende Schmerzen. Immer wieder wird auch eine postoperative Narbenbildung diskutiert, die für solche Komplikationen verantwortlich gemacht wird.

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Heilige Nacht

heiligenachtKurz vor Heiligabend wird es in den Operationssälen unseres Krankenhauses in jedem Jahr ruhiger, da planbare Operationen meist erst nach den Feiertagen durchgeführt werden. Die Patienten möchten zu Weihnachten lieber zuhause sein und den Jahreswechsel nicht unbedingt im Krankenhaus verbringen. Dieser Umstand erlaubt es uns, zwischen den Jahren mit reduzierter Personalstärke zu arbeiten und somit wenigstens einigen Mitarbeitern ein paar Tage Urlaub zu gewähren. Für die arbeitenden Kollegen gilt es, rund um die Uhr eine ausreichende Besetzung zu gewährleisten, um jederzeit die Notfälle und dringlichen Erkrankungen behandeln zu können.

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Schwester Anna

Unbenannt

In den Pflegeberufen sind Wirbelsäulenerkrankungen eine typische Erscheinung unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Tätigkeiten am Patienten führen häufig zu unphysiologischen Bewegungsabläufen, fast jede zweite Krankenschwester bzw. Pfleger leidet unter wiederkehrenden Rückenschmerzen. Krankschreibungen sind eine häufige Folge, nicht selten muss der Beruf aufgrund eines chronischen Wirbelsäulenleidens aufgegeben werden.

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Schleudertrauma

AuffahrunfallKaum liegen im Herbst die ersten Blätter auf den Straßen häufen sich die Auffahrunfälle. Durch den verlängerten Bremsweg schlittern Autofahrer beim abrupten Halten in das voranfahrende Fahrzeug. Durch den Aufprall wird dessen Fahrer kräftig nach hinten und dann nach vorne geschleudert. Das belastet ganz besonders die Halswirbelsäule. Auch in der Notaufnahme unserer Klinik ist im Herbst eine Zunahme von Patienten mit sogenannten Schleudertraumata zu verzeichnen.

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Der Umzug

Umzugskisten„Die meisten Bandscheibenvorfälle heilen ganz von selbst.“ Diesen Satz habe ich oft meinen Patienten auf den Weg gegeben, wenn erst seit kurzer Zeit Beschwerden bestanden und eine intensive Therapie noch nicht angebracht erschien. Am eigenen Leib musste ich jetzt erfahren, dass man als Betroffener trotzdem am liebsten eine sofortige Heilung ersehnt und die allmähliche Besserung ungeduldig erwartet.

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Notfall oder kein Notfall – das ist hier die Frage

Als diensthabender Neurochirurg ist man in unserer Klinik auch für die Patienten zuständig, die sich mit Rückenschmerzen in der Notaufnahme vorstellen. Oft sind die Patienten stark schmerzgeplagt oder wegen akuter Beschwerden beunruhigt. Manchmal sind es auch neurologische Symptome wie Taubheitsgefühle an den Beinen, Kribbeln oder gar eine Lähmung, die die Patienten in die Notaufnahme führen. Für den Arzt geht es in diesen Situationen darum, die Schmerzen zu lindern und in der Untersuchung festzustellen, ob ein dringlicher Behandlungsbedarf vorliegt. Damit ist gemeint, dass ein Patient ggf. eine sofortige Diagnostik und Therapie braucht, um einen bleibenden Schaden abzuwenden. Im heutigen Blogbeitrag soll es darum gehen, warum es manchmal schwierig sein kann, die „Spreu vom Weizen“ zu trennen.

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Frühlingserwachen

Senior woman in her garden harvesting tomatoes

Elisabeth W. freute sich auf den Frühling. Seit einigen Tagen waren die Tulpen erblüht und wie in jedem Jahr machte sie sich daran, den Garten herzurichten und die Terrassenmöbel aus dem Winterquartier zu holen. Bis vor drei Jahren war diese Aufgabe ihrem Mann zugefallen, der aber plötzlich verstarb. So war Frau W. mit ihren 78 Lebensjahren nun auf sich allein gestellt.

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Das Cauda-equina-Syndrom – ein Bandscheiben-Notfall

Rettungsdienst

Es ist gegen 20.00h Herr R. wird mit dem Rettungswagen aus einem benachbarten Krankenhaus zu uns verlegt. Der 48-jährige Patient hat seit 24 Stunden die Kontrolle über seine Füße verloren. Er kann seitdem nicht mehr selbstständig laufen. Gleichzeitig könne er das „Wasser nicht mehr halten“. Damit handelt es um einen sogenannten spinalen Notfall, dessen Ursache dringlich behoben werden muss. Weiterlesen