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Manchmal lässt der liebe Gott fünf grade sein

Der Mensch hat oben beginnend sieben Halswirbel, zwölf Brustwirbel und fünf Lendenwirbel. Die anschließenden fünf Wirbel sind zum Kreuzbein verschmolzen, die nächsten 3-5 Wirbel zum Steißbein degradiert. Manchmal verschmelzen die Kreuzbeinwirbel aber nur teilweise, so kann es z.B. zu einem zusätzlichen Lendenwirbel kommen. Warum diese Besonderheit ein Problem bei einer Operation sein kann, erzählt die folgende Geschichte. Weiterlesen

Der „cholerische“ Rückenschmerz

Schon einige Monate war Frau B. bei einem Schmerztherapeuten in Behandlung, weil sie permanent unter einem Bandscheibenvorfall in der Lendenwirbelsäule litt. Erst auf Drängen des Arztes stellte sie sich in unserer neurochirurgischen Praxis vor, obwohl sie eigentlich auf gar keinen Fall operiert werden wollte. Ich dachte eigentlich, dass Frau B. mit einer schlichten Operation des Vorfalls leicht zu helfen sein müsste. Die Heilung kam aber erst überraschend nach einer ganz anderen Behandlung. Es zeigte sich, dass der klinischen Erfahrung manchmal mehr zu trauen ist, als einem MRT-Bild. Weiterlesen

Operieren und kassieren

op-atlasUnter diesem Titel wurde im Juni in der Sendereihe „Die Story“ des WDR eine Dokumentation gesendet, die sich mit der unterschiedlichen regionalen Häufigkeit von Operationen in Deutschland und mit den möglichen Hintergründen beschäftigt. Weiterlesen

Nach „fest“ kommt „ab“

HWS-StabilisierungDass es am Ende vier Operationen werden würden, bevor Bernhard G. von seinen Beschwerden befreit wäre , hatten wir uns beim ersten Zusammentreffen nicht vorstellen können. Eigentlich schien die Sache nämlich ganz einfach. Weiterlesen

Plasmozytom

Plasma-cells-websiteWohl niemand hätte ahnen können, was sich hinter ihren Schmerzen im Bereich der Brustwirbelsäule verbergen würde, bis Hildegard G. ihren Orthopäden aufsuchte. Schon einige Wochen hatte sie immer wieder und zunehmend Schmerzen zwischen den Schulterblättern bemerkt, eigentlich nichts besonderes in ihrem Alter, dachte die 63-jährige. Ein Wärmekissen hatte meistens geholfen, der Hausarzt hatte ihr auch Massagen verschrieben, die sie aber eher nicht vertrug. Weiterlesen

Der Karnevalsprinz

konfettiVor etwa einem Jahr polterte es an meiner Tür in unserer Ambulanz. Ich befürchtete, dass ein Patient auf dem Flur lang hingeschlagen ist und sah schnell nach. Vor der Tür stand ein riesiger Mann mit einem fußball-großen Kopf und kleinen punktförmigen Augen. Er schien keinen Hals zu haben, der Kopf ging direkt in einen mächtigen Brustkorb über, an seinen Armen baumelten gewaltige Pranken. „Da sind sie ja!“, rief er, „sie müssen mir helfen.“ Etwas verwirrt bat ich ihn in das Untersuchungszimmer.

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Operation – bloß nicht !?

blossnicht

Immer wieder kommen Patienten in unserer Praxis, die große Angst vor einer Operation an der Wirbelsäule haben. Oft sind diese Ängste eher unspezifisch. Die Patienten berichten davon, dass ihnen Angehörige oder Hausärzte von einer Operation abgeraten hätten. Man solle sich erst operieren lassen, wenn es „gar nicht mehr geht“ oder wenn Lähmungen aufgetreten sind. Außerdem würde man ja immer wieder lesen, dass zu viel operiert wird und viele Operationen an der Wirbelsäule gar nicht nötig seien. Fragt man diese Patienten, wovor sie konkret Angst haben, dann nennen sie häufig die Sorge um eine Querschnittslähmung oder fortbestehende Schmerzen. Immer wieder wird auch eine postoperative Narbenbildung diskutiert, die für solche Komplikationen verantwortlich gemacht wird.

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Heilige Nacht

heiligenachtKurz vor Heiligabend wird es in den Operationssälen unseres Krankenhauses in jedem Jahr ruhiger, da planbare Operationen meist erst nach den Feiertagen durchgeführt werden. Die Patienten möchten zu Weihnachten lieber zuhause sein und den Jahreswechsel nicht unbedingt im Krankenhaus verbringen. Dieser Umstand erlaubt es uns, zwischen den Jahren mit reduzierter Personalstärke zu arbeiten und somit wenigstens einigen Mitarbeitern ein paar Tage Urlaub zu gewähren. Für die arbeitenden Kollegen gilt es, rund um die Uhr eine ausreichende Besetzung zu gewährleisten, um jederzeit die Notfälle und dringlichen Erkrankungen behandeln zu können.

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